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Siegel und Zeichen unserer Produkte

Die verschiedener Siegel, Zeichen und Zertifizierungen auf den Produkten machen den Endverbrauchern deutlich, unter welchen Bedingungen und Kriterien die Produkte hergestellt und vermarktet wurden und nach welchen Richtlinien die einzelnen Fairhandelsorganisationen und Importeure handeln. 

Im Folgenden ist eine kleine Übersicht mit den wichtigsten Siegeln, welche bei uns Weltladen zu finden sind. 

Die World Fair Trade Organization (WFTO) ist die internationale Dachorganisation für ca. 450 Fair-Handels-Organisationen wie Produzenten und Importeure. Sie bewertet ihre Mitglieder in ihrer Gesamtheit hinsichtlich der 10 WFTO-Prinzipien für Fairen Handel und nicht einzelne Produkte allein. Dafür wurde ein umfassendes Prüfverfahren (Monitoring) für Organisationen entwickelt, die ausschließlich Fairen Handel betreiben.

Dieses Garantie-System überprüft seine Mitglieder anhand mehrerer Komponenten „nach innen und nach außen“, u.a. einer ausführlichen Selbstauskunft und einem externen Audit. Für diese Überprüfung und die Zertifizierung ist FLO-CERT, eine unabhängige Zertifizierungsgesellschaft, zuständig. 

Mitglieder sind bspw. Auch Fair-Handels-Importeure wie GEPA, El Puente und Weltpartner aber auch Produzentengruppen im Globalen Süden und Verkäuferorganisationen wie der Weltladen Dachverband.

In Deutschland wird das bekannte grün-blaue Fairtrade-Siegel von der Siegelorganisation TransFair e.V. vergeben. Der Verein handelt selbst nicht mit Waren, sondern lizenziert fair gehandelte Produkte. Das Fairtrade-Siegel signalisiert dem Käufer, dass das entsprechende Produkt nach den Standards von Fairtrade International zertifiziert wurde und dies auch regelmäßig überprüft wird. Bestandteile sind feste Mindestpreise, Fairtrade-Prämien, das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit und ein großes Angebot an Unterstützung durch Schulungen und Beratung der Produzenten in den Anbauländern. 

Jedoch ist es wichtig, dabei zu beachten, dass Fairtrade für Mischprodukte einen Mindestanteil an fair gehandelten Zutaten von lediglich 20% festgelegt hat. Diese zertifizierten Produkte finden sich daher überwiegend in Supermärkten und Discountern. 

Das geschwungene Blatt aus zwölf Europasternen auf grünem Grund stellt das europäische Bio-Gemeinschaftssiegel aller Mitgliedsstaaten der EU für Bio-Produkte dar. Gekennzeichnete Produkte werden entsprechend der EU-Öko-Verordnung produziert und kontrolliert. Im Öko-Landbau wird beispielsweise auf Pestizide und mineralische Stickstoffdünger verzichtet, der Boden, die Luft und das Wasser werden intensiv geschützt, der Energieverbrauch soll vermindert, die Rohstoffe geschützt und eine Kreislaufwirtschaft angestrebt werden.

Die Kriterien, nach denen Naturland-Bauern und -Verarbeiter produzieren, sind deutlich strenger als die gesetzlichen Anforderungen der EU-Öko-Verordnung. Demnach können nicht einzelne Produkte, sondern beispielsweise nur ein ganzer Hof zertifiziert werden. Neben ökologischen Kriterien wie Schutz von Klima, Tier, Boden, Luft und Wasser sind bereits soziale Richtlinien verankert. Mit über 55.000 Bauern ist Naturland einer der größten ökologischen Anbauverbände. 

Zusätzlich gibt es das Naturland Fair Zeichen, welches sowohl nach den ökologischen Richtlinien von Naturland angebaut und verarbeitet wurde und gleichzeitig fair gehandelt ist. In einem Arbeitsgang werden ökologische und Fair-Handels-Kriterien überprüft, was Kosten und Zeit spart. 

Dieses Fair-Handels-Siegel wurde von der Schweizer Bio-Stiftung IMO entwickelt und zielt darauf ab, dass der Faire Handel auch Umweltstandards einhält und alle Akteure der Handelskette einbezieht. Forderungen sind daher die vollständige Rückverfolgbarkeit sowie die Einhaltung sozialer und Umweltkriterien entlang der gesamten Lieferkette. Unter bestimmten Bedingungen vergibt ECOCERT Siegel auch an mittlere Familienbetriebe und Vertragsanbau. Diese Produkte finden sich vorwiegend in Bio- und Naturkostläden.

Das Eigenlogo „fair gehandelt“ von WeltPartner steht für eine ganzheitliche und durchgängige Fairhandelskette vom Produzenten bis zum Verbraucher, ist aber Siegel. Es ist auf allen Produkten angebracht, die noch nicht auf ökologischen Anbau umgestellt haben.

„Fair+Bio“ hingegen ist auf den ca. 90% der WeltPartner-Produkte abgebildet, welche nach Naturland- und der EU-Öko-Richtlinien zertifiziert sind.

Das Demeter-Siegel kennzeichnet Produkte, die aus biologisch-dynamischer Landwirtschaft stammen. 

Der Fahrhandels-Pionier GEPA steht mit seinem Namen dafür ein, dass alle Kriterien des Fairen Handels eingehalten werden. Dafür schaffen sie Transparenz, Vertrauen, Respekt sowie Dialog und arbeiten oftmals schon jahrzehntelang verlässlich mit ihren Handelspartner zusammen, welchen sie regelmäßige Besuche abstatten. Der Faire Handel ist für GEPA der zentrale Unternehmenszweck und alle Gewinne werden ausschließlich dafür genutzt. Gesellschafter sind kirchliche Entwicklungsorganisationen und Jugendverbände. 

Mit dem GEPA fair+ Zeichen zeigt die Fair-Trade-Company, dass sie gezielt mehr leisten will und über die allgemeinen Fairhandelskriterien hinausgeht. Der Kern der Unternehmensphilosophie ist die soziale wie auch ökologische Verantwortung.

Daher stammen auch über 80 Prozent der Produkte aus ökologischem Anbau und erfüllen die Richtlinien des EU-Bio-Siegels oder des Öko-Verbandes Naturland. Dies sorgt vor allem für den Schutz der Lebensbedingungen der Produzenten sowie der Gesundheit der Endverbraucher. Neben dem Anbau setzt sich GEPA auch für umwelt- und klimafreundliche Verpackungen, Energiegewinnungs- und Transportmethoden ein. 

Weitere GEPA und fair+ Kriterien finden Sie hier: https://fair-plus.de/fair.html